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Grün, grün, grün sind alle meine Kleider …

Das Erscheinungsbild des Jägers wird vor allem durch eine Farbe geprägt: jagdliches Grün in all seinen Schattierungen. Sei es nun traditioneller Loden oder moderne Funktionstextilien mit Camouflagemuster – grün ist dabei tonangebend. Natürlich erwächst diese Farbgebung aus dem ursprünglichen Sinn der Jagdbekleidung, nämlich dem Bestreben, bestmöglich getarnt zu sein.

Was im Wald so wichtig ist, wird auch außerhalb der direkten Jagdausübung weitergeführt. Bei Jägerstammtischen, Streckenlegungen, Hubertusmessen oder Bezirksjägertagen sind stets das grün-karierte Hemd und der Steirerjanker zu sehen, die Bluejeans bleiben im Kasten! Diese „Einheitlichkeit“ betont das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Jägerschaft. Wie eine Uniform, ein Zunftzeichen, wird das Grün mit Stolz getragen.

Doch ein wenig ist auch diese Tradition im Wandel:
In letzter Zeit sind bei Gesellschaftsjagden vermehrt Jägern mit teilweise oranger Oberbekleidung zu sehen. Auch das orange Hutband ist bereits zur Selbstverständlichkeit geworden. Beides gewährleistet eine bessere Sichtbarkeit aller Jäger und dient damit der Sicherheit im Jagdbetrieb. Für das Wild hingegen sind diese roten und orangen Warnfarben nicht wahrnehmbar. Das Farbsehen von Reh, Hase und Co. ist vergleichbar mit einer Rot-Grün-Blindheit.

So sehr sich der Jäger also in seinem Jagdgrün wohlfühlt, der Sicherheitsgedanke hat Priorität. Und so erobert sich das knallige Orange immer mehr seinen Weg in die Garderobe der Jägerschaft.

In diesem Sinne: Grün, grün, grün sind alle meine Kleider – doch hin und wieder sind sie auch orange.