Schutzwald

Schutzwald

Jagd erfordert Verantwortung. Die oberösterreichischen Weidmänner sind sich in ihrem Tun dieser Verantwortung für die heimischen Wildtiere und deren Lebensräume wie Wiese, Feld und Wald bewusst. Ein gesetzlicher und gesellschaftlicher Auftrag an den OÖ Landesjagdverband mit seinen Mitgliedern sowie an die Forstwirtschaft ist daher auch die Sicherung der vielfältigen Schutzfunktionen unserer heimischen Wälder.

Rehkitz

Junges Wild gefunden – was tun?

Ein sonniger Frühlingstag, ein Spaziergang in der Natur. In Sichtweite liegt ein kleines Etwas. Im Frühjahr ist die Wahrscheinlichkeit, dass man junge Wildtiere, wie Feldhasen, kleine Vögel oder Rehkitze, auffindet sehr hoch. Manche fallen zwar aus dem Nest, das Muttertier wurde verletzt oder gar überfahren, aber meistens ist dem nicht so und die Jungen wirken nur verlassen!!

Raubwild Fuchs

Warum wird Raubwild gejagt?

Immer wieder wird die Frage aufgeworfen, ob die Jagd auf Raubwild noch zeitgemäß ist? Heutzutage ist die Frage mehr denn je mit ja zu beantworten. In Oberösterreich haben wir eine ganze Reihe von Säugetieren, die unter dem Begriff Raubwild zusammengefasst werden. Dies sind die heimischen Arten Fuchs, Dachs, Iltis, Stein- und Edelmarder und das Hermelin sowie die zugewanderten und mitunter sehr problematisch zu sehenden Arten Waschbär, Marderhund, aber auch der Goldschakal.

Verbiss an Jungpflanzen durch Rehe

Verbiss an Jungpflanzen im Wald

Knospen, Triebe und Jungpflanzen generell stehen, vor allem im ausgehenden Winter und Frühjahr, oft und gerne am Speiseplan des heimischen Rot-, Gams- und Rehwilds sowie bei Hase und Co. Viele Pflanzenfresser haben sich speziell an die reichhaltige Nahrungsbasis, durch ihre Körpergröße und ihr Gebiss, angepasst. So hat jede Wildart eine eigene Nahrungs-Zusammenstellung: Rotwild bevorzugt große Portionen Gräser, Rehwild zupft leicht verdauliche Kräuter, Blätter und Knospen und Gämsen sind je nach Jahreszeit Mischtypen. Man erkennt den Verbiss dieser wiederkauenden Wildarten an den eher ausgefransten Stellen an den Nahrungspflanzen.

Krähenbeize_Pfann-Irrgeher

Krähen beizen

Seit gefühlten Ewigkeiten fahren wir bereits durchs Revier. Es ist wie verhext, keine Krähen. Ich kauere hinter dem Jagdleiter und wir beide halten unseren Blick unablässig auf die Felder und Wiesen gerichtet. “Normalerweise ist da in dieser Gegend alles schwarz, so viele Krähen haben wir“, meint er. Ich muss ein bisschen grinsen. Typisch, der Vorführeffekt. Erst gestern haben wir telefoniert, den Termin vereinbart. Alles sei voller Krähen, hat er mir versichert, da käme ich bestimmt zu einer Chance. Und heute: absolut nichts. Keine einzige schwarze Feder in Sicht. Plötzlich deutet der Jagdleiter aufgeregt auf einen schwarzen Punkt in der Ferne. Und tatsächlich, hundert Meter entfernt hat eine Rabenkrähe auf einem Begrenzungspflock Platz genommen und beobachtet aufmerksam ihre Umgebung. Hm. Leider nicht. Es tut mir echt Leid, das sagen zu müssen. Die ist viel zu weit weg, und passt außerdem auf. Da haben wir keine Chance, leider. Die Enttäuschung meines Jagdbegleiters ist fast spürbar. Aber es hilft nichts.