Wildbret – das „Superfood“ aus dem Wald
Wer beim Speisplan auf heimische Qualität setzt, kommt am Wildbret nicht vorbei.
Der grüne Nahversorger ist beliebter denn je – und Feinschmecker werfen daher gerne ein besonderes Augenmerk auf den Wald. Der Grund dafür liegt eher weniger im satten Grün als vielmehr an der Fleischeslust.
Regionales Wildfleisch aus der Natur gilt heute längst als unverzichtbarer Bestandteil der heimischen Küche. Ob als Braten, Fondue, Ragout, Pastete oder gar als Hirschkäsekrainer beim sommerlichen Grillen – Wildbret ist ganzjährig und individuell einsetzbar. Mit intensivem Geschmack und rustikalem Charakter passt es perfekt in die Küche. Besonders stechen hier das Reh, der Hirsch und der Feldhase hervor, also Wildarten, die in Oberösterreich je nach Region in guten Beständen vorkommen und somit in größerer Menge nachhaltig bejagt werden können.
Wilder Kraftstoff
Vor allem aber gilt Wildbret aus mehreren Gründen als gesunde Alternative zu anderen Fleischsorten. Wildbret ist fettarm, nährstoffreich, reich an Proteinen und ungesättigten Fettsäuren, feinfaserig und nicht zuletzt wohlschmeckend. Aktuelle Ansprüche wie „natürlich“, „biologisch“, „freiland“, „artgerecht“, „ab Hof“, „fettarm“ werden von Natur aus erfüllt.
Die natürliche Ernährung der Wildtiere und ihre ständige Bewegung in der freien Natur ist der Grund, weshalb Wildfleisch frei von künstlichen Zusätzen ist und zugleich einen hohen Gehalt an hochwertigem Eiweiß aufweist. Daher ist es ein sehr wertvolles und gesundes Nahrungsmittel.
Ein weiterer Vorteil von Wildbret sei, dass es frei von Lebendtiertransporten und ohne Schlachtstress direkt aus seinem natürlichen Lebensraum von Jägerinnen und Jägern respektvoll entnommen wird. Eine Fleischgewinnung in dieser Natürlichkeit und mit dem Ziel, den Artenreichtum zu erhalten, ist eine Leistung, die nur die heimische Jagd vollbringen kann und dies wird von immer mehr Menschen geschätzt.“
Wildbretplakette für Gastronomiebetriebe
Mit der Plakette „Ausgezeichnete Wildgerichte aus OÖ. Jagdrevieren“ ehrt der Oberösterreichische Landesjagdverband übrigens regelmäßig Gastronomiebetriebe, die hervorragende Wildküche das ganze Jahr hindurch anbieten und dabei von regionalen Jägern beliefert werden: www.ooeljv.at/home/rund-um-die-jagd/wildbret-rezepte/ausgezeichnete-gastronomie

Wildbret ist auch für die „schnelle Küche“ hervorragend geeignet; hier zum Beispiel frische Wildentenbrüste. Foto: Ch. Böck


Ganzjährige Saison
Wenn es um unsere Fleischeslust geht, sind wir Österreicherinnen und Österreicher nicht gerade bescheiden. Laut einer Studie essen wir rund 100 Kilogramm Fleisch pro Kopf und Jahr, vorzugsweise rotes Fleisch von Rindern oder Schweinen. Damit verzeichnen wir den höchsten Fleischverbrauch in der EU.
Suchen Sie noch nach dem perfekten Weihnachtsmenü um Ihre Lieben kulinarisch zu verwöhnen? Das Jagdjahr ist noch nicht zu Ende und daher bietet sich ein „wildes“ Menü für das perfekte Weihnachtsfestessen an. Wildgerichte sind, richtig zubereitet, fettarm und verfügen über hochwertige Nährstoffe. Wie wäre es also zum Beispiel mit einem Duett vom Rind und Reh Sous vide, dazu ein asiatischer Sprossensalat?
Für viele kommen herzhafte Wildgerichte traditionell im Herbst oder zu den Weihnachtsfeiertagen auf den Tisch. Doch Wildfleisch ist ein sehr vielseitiges Naturprodukt, mit dem man auch jetzt im Sommer wunderbare Gerichte und gegrillte Leckereien zubereiten kann. Passend zu den sommerlichen Temperaturen koche ich in meinem Lokal