• OÖ Landesjagdverband
  • Jagdmuseum Schloss Hohenbrunn
Fragen zur Jagd
  • Fragen zur Jagd
  • Blog „Aus dem Jagdleben“
  • Veranstaltungen
  • Jäger werden
  • Kontakt & Impressum
  • Menü Menü

Tradition in Grün – Brauchtum und Jagd gehören untrennbar zusammen

18. Oktober 2022/von Herbert Sieghartsleitner

Über Sinn oder Unsinn von Tradition und Brauchtum lässt sich bekanntlich trefflich streiten. Die Geschichte zeigt jedoch: Überliefert und weitergegeben hat der Mensch stets, was für das gemeinsame Überleben wichtig war. Brauchtum und Tradition sind somit vor allem der notwendige Kitt einer funktionierenden Gesellschaft.

Untrennbar miteinander verbunden sind daher auch Jagd und Brauchtum. Seit jeher ist die Jagd mit Etikette und Traditionen verbunden. Unsere oberösterreichischen Jägerinnen und Jäger pflegen dieses Brauchtum und geben Hintergrundwissen sowie die Geschichte der Jagd an die nicht jagende Bevölkerung weiter.

Das jagdliche Brauchtum ist die Gesamtheit der ungeschriebenen Gesetze im Jagdwesen, sowohl praktisch als auch ethischer Art, die sich die Jäger selbst gaben und die so alt sind wie die Jagd selbst. Dieses Brauchtum unterliegt genauen Regeln und zum Teil einem genauen Zeremoniell, an dem mit mehr oder weniger großen Abweichungen noch heute festgehalten wird. In diesen Sitten und Gebräuchen spiegelt sich die Auffassung vom Weidwerk und Wild, vom Jagen und Hegen wider.

Gelebte Jagd-Tradition lässt sich etwa an den Brüchen fest machen. Gemeint ist nicht der Jäger, der nach einem unachtsamen Schritt im Unterholz unfreiwillig die Flinte mit Krücke und Gips tauschen muss. Vielmehr bezeichnet man als „Bruch“ einen abgebrochenen, grünen Zweig, der nach dem Jagderfolg rechts auf den Hut gesteckt wird. Dafür verwendet man bestimmte Baumarten wie z. B. Fichte, Tanne, Eiche oder Erle. Wird der Bruch auf der linken Hutseite getragen, handelt es sich um den Standesbruch, der bei Jägerhochzeiten, aber auch bei Jägerbegräbnissen zum Einsatz kommt.

Bruchzeichen haben ihren Sinn sowohl im jagdlichen Brauchtum als auch im praktischen Jagdbetrieb. Ursprünglich waren Brüche die Zeichensprache der Jäger. Sie sind fast so alt wie die Geschichte der Jagd. So lange verständigten sich die Jäger durch Bruchzeichen und versehen nach wie vor sich, ihre Hunde und das erbeutete Wild mit Brüchen.

Der „Beutebruch“, hier eine Eiche, wird auf der rechten Hutseite getragen.

Schlagworte: Brauchtum, Bruchzeichen, Geschichte, Jagderfolf, Tradition, Überlieferung, Zeichensprache
Eintrag teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Per E-Mail teilen
https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2022/10/DSC01244-scaled.jpg 1920 2560 Herbert Sieghartsleitner https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png Herbert Sieghartsleitner2022-10-18 12:27:172022-10-18 12:55:13Tradition in Grün – Brauchtum und Jagd gehören untrennbar zusammen
Das könnte Dich auch interessieren
Hubertusmesse Traditionen leben
Jagdmuseum Schloss Hohenbrunn Jagdmuseum Schloss Hohenbrunn – wieder geöffnet!
Foto: Ch.Böck Der Heilige Hubertus – Schutzpatron der Jägerschaft
Jäger sein wollen, bedeutet viele Aufgaben erfüllen zu müssen!
Die Pirsch wird weiblicher
Streckenlegung Reh Streckenlegung als Ehrfurcht vor dem Wild

Aus dem Jagdleben

Fragen-zur-Jagd ist ein Webblog mit Beiträgen rund um die Jagd, die Jägerinnen und Jäger des OÖ Landesjagdverbands, die Natur und die heimischen Wildtiere.

Sie suchen etwas bestimmtes?

Search Search

Aktuelle Beiträge

  • Eine Spur Gelassenheit! 12. Oktober 2023
  • Wir holen uns den Herbst ins Haus! 18. September 2023
  • Wildes Kinderessen 1. August 2023
  • Wir stehen zur Artenvielfalt und zum Artenschutz 21. Juli 2023
  • Urlaubszeit – Entspannt durch den Sommer mit Rücksichtnahme auf Natur und Wild! 18. Juli 2023

Ein Beitrag von
Herbert Sieghartsleitner

Mein Name ist Herbert Sieghartsleitner. Ich übe nun seit 36 Jahren die Jagd in meiner Heimatgemeinde Molln aus, bin seit 24 Jahren Jagdleiter der Genossenschaftsjagd dort, seit 2007 Bezirksjägermeister von ...
Weitere Beiträge von Herbert Sieghartsleitner
  • Eine Spur Gelassenheit!
    12. Oktober 2023
  • Grünes Herz
    18. Januar 2023
  • Stress lass nach!
    30. November 2022
Zeige alle Beiträge des Autors
OÖ Landesjagdverband
Hohenbrunn 1
4490 St. Florian

Tel.: +43 7224 20083
E-Mail:
  • Fragen zur Jagd
  • Blog „Aus dem Jagdleben“
  • Veranstaltungen
  • Jäger werden
  • Kontakt & Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Cookie-Einstellungen
OÖ Landesjagdverband
Jagdmuseum Schloss Hohenbrunn
Link to: Das Geheule um den Wolf Link to: Das Geheule um den Wolf Das Geheule um den WolfLink to: Wildbret – das „Superfood“ aus dem Wald Link to: Wildbret – das „Superfood“ aus dem Wald Foto: Werner HarrerWildbret – das „Superfood“ aus dem Wald
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen