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Wir stehen zur Artenvielfalt und zum Artenschutz

21. Juli 2023/von Redakteur

Die hochsommerlichen Außentemperaturen treiben zahlreiche Jägerinnen und Jäger in die heimischen Wälder. Nicht, um entsprechende Abkühlung unter einem schattigen Baum zu finden, sondern um den Wildtieren, für die die aktuelle Hitze eine durchaus große Belastung ist, Unterstützung und Hilfe zu bieten. Einmal mehr räumen wir also mit dem hartnäckigen Gerücht auf, es gehe uns bei der Ausübung der Jagd nur um Trophäen.

Jagd ist viel mehr, wir sind Naturschützer und Gestalter unserer Lebensräume, die auch Lebensräume der Wildtiere sind. Es braucht uns Jägerinnen und Jäger, die mit der Hegearbeit das Pendel halbwegs im Gleichgewicht halten. Denn unsere Kulturlandschaft ist heute durch intensive Menschenhand so gestaltet, dass eine Selbstregulation nur einseitig funktioniert: Die Gewinner der Kulturlandschaft werden mehr, die Verlierer weniger bzw. verschwinden lokal – und das wollen wir und die Gesellschaft per se nicht. Im Gegenteil, wir stehen zur Artenvielfalt und zum Artenschutz.

Ich danke den 20.200 aktiven Jägerinnen und Jägern in Oberösterreich für die großartigen Leistungen für unser Wild, unsere gemeinsamen Lebensräume und die Weidgerechtigkeit – das ist Jagd! Und die Natur sagt Weidmannsdank.

https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2023/07/Spaetsommerwiese_2023-scaled.jpg 1920 2560 Redakteur https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png Redakteur2023-07-21 08:20:442023-07-21 08:21:08Wir stehen zur Artenvielfalt und zum Artenschutz

Hände weg! Hunde an die Leine!

1. Juni 2022/von Herbert Sieghartsleitner

Die grüne Kinderstube ist derzeit gut gefüllt: Viele Wildtiere haben bereits ihren Nachwuchs bekommen – und benötigen jetzt neben elterlicher Wildtierliebe vor allem eines: Ruhe. Damit sich die Jungtiere in Wald und Flur gut entwickeln können, braucht es gerade im Frühsommer viel Rücksichtnahme auf menschlicher Seite und die Einhaltung einiger einfacher Verhaltensregeln.

Im Wald und auf Wiesen aufgefundene Jungtiere dürfen auf keinen Fall angriffen werden. Denn hat man ein Jungtier einmal angefasst, so tragen sie menschlichen Geruch und werden von der Mutter meist nicht mehr angenommen. Scheinbar verwaiste Jungtiere sind nämlich in vielen Fällen gar nicht so verlassen und hilflos, wie es vielleicht den Anschein hat. Besser ist es, aus sicherer Entfernung den Findling zu beobachten und im Fall der Fälle einen Experten beizuziehen: Oberösterreichs Jägerinnen und Jäger stehen stets mit Rat und Tat zur Seite.

Ein wesentlicher Beitrag zum Jungtierschutz ist auch, den Hund bitte unbedingt an die Leine zu nehmen. Gerade jetzt häufen sich leider die Meldungen bei uns.

Die Natur sagt Weidmannsdank!

https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2021/03/2021_03_23-Fruehlingsgefuehle_Junghasen_Kuecher.jpg 768 1024 Herbert Sieghartsleitner https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png Herbert Sieghartsleitner2022-06-01 13:30:522022-06-15 13:48:02Hände weg! Hunde an die Leine!

Tradition in Grün

20. Juli 2020/von Herbert Sieghartsleitner

Brauchtum und Jagd gehören untrennbar zusammen

Per Definition ist ein Brauch eine innerhalb einer Gemeinschaft entstandene, regelmäßig wiederkehrende, soziale Handlung von Menschen in festen, stark ritualisierten Formen. Bräuche sind Ausdruck der Tradition. Sie dienen ihrer Erhaltung und Weitergabe sowie dem inneren Zusammenhalt der Gruppe.

Über Sinn oder Unsinn von Tradition und Brauchtum lässt ich bekanntlich trefflich streiten. Die Geschichte zeigt jedoch: Überliefert und weitergegeben hat der Mensch stets, was für das gemeinsame Überleben wichtig war. Brauchtum und Tradition sind somit vor allem der notwendige Kitt einer funktionierenden Gesellschaft.

Untrennbar miteinander verbunden sind daher auch Jagd und Brauchtum. Seit jeher ist die Jagd mit Etikette und Traditionen verbunden. Unsere oberösterreichischen Jägerinnen und Jäger pflegen dieses Brauchtum und geben Hintergrundwissen sowie die Geschichte der Jagd an die nicht jagende Bevölkerung weiter.

Das jagdliche Brauchtum ist die Gesamtheit der ungeschriebenen Gesetze im Jagdwesen, sowohl praktisch, als auch ethischer Art, die sich die Jäger selbst gaben und die so alt sind wie die Jagd selbst. „Dieses Brauchtum unterliegt genauen Regeln und zum Teil einem genauen Zeremoniell, an dem mit mehr oder weniger großen Abweichungen noch heute festgehalten wird. In diesen Sitten und Gebräuchen spiegelt sich die Auffassung vom Weidwerk und Wild, vom Jagen und Hegen sowie der Ehrdarbietung wider“, erläutert Christopher Böck, Geschäftsführer des Oberösterreichischen Landesjagdverbandes.

Gelebte Jagd-Tradition lässt sich etwa an den Brüchen fest machen. Gemeint ist nicht der Jäger, der nach einem unachtsamen Schritt im Unterholz unfreiwillig die Flinte mit Krücke und Gips tauschen muss. Vielmehr bezeichnet man als „Bruch“ einen abgebrochenen, grünen Zweig, der z.B. nach dem Jagderfolg auf den Hut gesteckt oder etwa die Fluchtrichtung eines Tieres gekennzeichnet wird. Als Bruchzeichen verwendet man bestimmte Baumarten wie z. B. Fichte, Tanne, Eiche oder Erle.

Bruchzeichen haben ihren Sinn sowohl im jagdlichen Brauchtum als auch im praktischen Jagdbetrieb. Ursprünglich waren Brüche die Zeichensprache der Jäger. Sie sind so alt wie die Geschichte der Jagd. So verständigen sich die Jäger durch Bruchzeichen und schmücken sich, ihre Hunde und das erbeutete Wild mit Brüchen.

Auch der „Letzte Bissen“ ist ein Bruch, den die Jägerin oder der Jäger aus Ehrerweisung und Dank dem erlegten Wild in den Äser, also das Maul, gibt. Foto: OÖ Landesjagdverband

https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2018/10/Bruch_DSC01245.jpg 1944 2592 Herbert Sieghartsleitner https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png Herbert Sieghartsleitner2020-07-20 16:04:012020-07-20 16:06:32Tradition in Grün

Wer darf in die Natur?

29. Mai 2019/von Redakteur

Wer darf in die Natur?

Im Forstgesetz ist festgehalten, dass Jedermann den Wald zu Erholungszwecken betreten und sich dort aufhalten darf. Allerdings ist eine darüber hinausgehende Benutzung, wie Lagern bei Dunkelheit, Zelten, Befahren oder Reiten, nur mit Zustimmung des Waldeigentümers, oder bei Forststraßen mit Zustimmung des Erhalters der Forststraße, zulässig. Auch die Jäger benötigen für das Befahren eine solche Zustimmung, und Jägerinnen und Jäger zahlen für das Jagdausübungsrecht eine Jagdpacht an den Grundeigentümer.

Die Wiesen und Felder, v.a., wenn diese dementsprechenden Bewuchs aufweisen, dürfen nicht einfach so betreten werden.

In erster Linie geht es um die Wildtiere und nur am Rande um die Jäger, die als “Anwalt des Wildes” zu sehen sind. Wenn man die Genehmigung des Grundbesitzers hat, durch den Wald oder über die Wiese z. B. mit dem Mountainbike zu fahren, so sollte man sich unbedingt bewusst sein, dass ein schnelles und meist leises Auftauchen von Fahrradfahrern auf Wildtiere erschreckend wirkt.

In Österreich gibt es ein allgemeines Betretungsrecht, wonach man bestimmte Flächen ohne besondere Erlaubnis betreten darf. Es gilt für öffentliche Wege, Straßen und Parks, für Wälder, Waldlichtungen, Waldwege und Forststraßen sowie für Schotterbänke an Flüssen und für Ödland oberhalb der Baumgrenze. Erlaubt ist alles, was man unter „Gehen“ versteht, also auch Klettern, Langlaufen und Skifahren. Das Befahren, Reiten oder Campieren hingegen ist nur mit der ausdrücklichen Erlaubnis des Grundeigentümers/der Grundeigentümerin oder jener Person, die für die Erhaltung zuständig ist, möglich.

Für Wildtiere sind Störungen oft problematisch, v.a. dann, wenn die anschließenden Fluchten energieraubend sind – im Winter oder wenn es Nachwuchs gibt. Die Auswirkungen können direkt und fatal auf die Tiere wirken oder lassen sich am Wald sogar noch Monate danach feststellen – es sind dies Verbiss an jungen Waldbäumen oder, bei Rotwild, das Abschälen der Rinde von schon großen Bäumen. Wildschaden, also Schäden an Pflanzenbeständen durch Wild, ist oft die Folge.

Wildtiere gewöhnen sich jedoch oft an diese Störungen, wenn Wanderer oder Biker ausgewiesene Routen einhalten und nicht in den Morgen- oder Abendstunden unterwegs sind. Gemeinsam geplant lässt sich die Natur nachhaltiger und nicht zum Nachteil anderer nutzen!

Außerdem muss die Jägerin oder der Jäger behördliche Abschusspläne erfüllen; sonst drohen sogar Strafen.

https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png 0 0 Redakteur https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png Redakteur2019-05-29 08:21:392019-10-17 16:22:44Wer darf in die Natur?

Ist Jagd notwendig?

28. Mai 2019/von Redakteur

Ist Jagd notwendig?

Wir haben keine Naturlandschaft mehr, in der die Selbstregulation so funktioniert, dass alle Tier- und Pflanzenarten in einer notwendigen Populationsgröße überleben würden. Ohne Jagd würde sich natürlich auch ein Gleichgewicht einstellen, aber auf Kosten verschiedenster sensibler Arten. Deshalb ist die Jagd notwendig.

Außerdem hegt und schützt der Jäger eine viel größere Zahl von Tierarten, als er bejagt und fördert so ganz besonders den Wildtier- und Artenschutz.

Auch wirtschaftliche Schäden (z.B. Fraßschäden an Äckern oder jungen Bäumen) in der Land- und Forstwirtschaft werden durch die Jagd gezielt abgewendet. In Notzeiten ist der Jäger da, um Tiere artgerecht zu füttern. Und Jäger helfen Tierseuchen zu vermeiden, wie z.B. die Afrikanische Schweinepest oder die Tollwut.

Jahrtausende hindurch war die Jagd lebensnotwendig. Sie sicherte als Lieferant für Nahrung, Werkzeug und Kleidung das Überleben der Menschen.

Heute ist die Jagd eine nachhaltige, sinnvolle Nutzung natürlicher Ressourcen oder Reserven. Zusammen mit der Hege sichert sie in der Kulturlandschaft nicht nur die Lebensgrundlagen des Wildes, sondern aller freilebenden Tiere. Das heißt: Jäger helfen beim Erhalt eines artenreichen Tierbestandes. Die Natur ist stark durch den Menschen geprägt, sie ist eine Kulturlandschaft mit Landwirtschaft, Industrie, Siedlungen und Verkehr sowie zum Teil intensiver Freizeitnutzung. Für viele Tierarten ist dies eine enorme Belastung und sie werden zurückgedrängt. Jäger sorgen dafür, diese Lebensräume zu verbessern. Sie schaffen Ruhezonen und auch Brutplätze. Auch wenn es für einige unschlüssig klingt, dass Bejagung von Tieren, diese unterstützen, so zeigt dies, dass der Leitsatz „Schutz durch Nutzung“, der von der Weltnaturschutzunion IUCN in einer Resolution vor etwa 20 Jahren bestätigt wurde, stimmt.

Eine gewissenhafte und nachhaltige Jagd entnimmt vor allem den Überschuss, als auch die alten und kranken Tiere eines Bestandes, wobei letztere nicht als Wildbret-Lieferanten dienen. Sie gefährdet somit nicht den Fortbestand einer Wildart, sondern hält die Tierbestände gesund und liefert vielmehr schmackhafte Lebensmittel – das Wildbret.

https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png 0 0 Redakteur https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png Redakteur2019-05-28 17:04:332019-10-17 16:26:29Ist Jagd notwendig?

Ist die Treibjagd ethisch vertretbar?

14. September 2017/von Redakteur

Ist die Treibjagd ethisch vertretbar?

Wenn man sich näher mit der Jagd und im speziellen mit der herbstlichen Treibjagd beschäftigt, stellt man fest, dass die zur Jagd ausgewählten Gebiete höchstens einmal pro Jahr durch Jäger und Treiber in ihrer Ruhe gestört werden. In einigen Teilgebieten in den Jagdrevieren werden Treibjagden sogar nur alle zwei Jahre oder noch seltener durchgeführt.

Wildtiere besitzen ein sehr gutes Gehör und ein gutes Sehvermögen, diese Fähigkeiten helfen ihnen dabei Feinde bald genug zu erkennen. Sie beobachten sehr genau und flüchten, wenn Gefahr droht. Andere wiederrum verstecken sich und vertrauen auf ihre Tarnung. Bei älteren Tieren ist dieser Instinkt noch besser ausgeprägt. Im Gegensatz zu Jungtieren reagieren sie oft sofort, auch auf kleinste Bewegungen und Geräusche. Störungen, egal ob sie nun durch Jäger, Spaziergänger, Hundeführer oder durch andere Tiere verursacht werden, lösen bei Wildtieren Stress und Angst aus. Die Anzahl, die Jahres- und Tageszeit der Störung sind daher von großer Bedeutung für das Wohlergehen der Tiere. Je weniger solcher Störungen erfolgen, desto besser ist dies für das Wildtier. Eine für den Menschen dramatisch erscheinende Treibjagd ist also für die Tiere nicht so schlimm, weil sie nur einmal im Jahr im selben Gebiet stattfindet. Für Naturnutzer wie Wanderer, Mountainbiker oder Schneeschuhwanderer ist in diesem Zusammenhang eines wichtig: Störungen abseits der Wege und Routen müssen so gering wie möglich gehalten werden. Wer Treibjagden mit kritischen Blicken beobachtet, darf selbst nicht darauf vergessen, dass auch sein Tun Wildtiere stören kann.

https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png 0 0 Redakteur https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png Redakteur2017-09-14 09:21:272019-10-17 16:38:40Ist die Treibjagd ethisch vertretbar?

Gehört Wild nicht in die Natur anstatt auf den Teller?

14. September 2017/von Redakteur

Gehört Wild nicht in die Natur anstatt auf den Teller?

Jagd ist Naturschutz durch nachhaltige Naturnutzung.

Die Erhaltung der Natur sowie die Lebensräume einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt sind uns Jägern ein Anliegen. Wir sorgen durch die Nutzung von natürlichen Ressourcen für einen nachhaltigen Ausgleich zwischen Wild, Wald und Feld sowie einen gesunden Wildbestand.

Und ganz nebenbei: Heimisches Wildbret ist ein gesundes, unverfälschtes Lebensmittel – schmackhaft, nährstoffreich, kalorienarm und fettarm.

Jahrtausende hindurch war die Jagd lebensnotwendig. Sie sicherte als Lieferant für Nahrung, Werkzeug und Kleidung das Überleben der Menschen.

Heute ist die Jagd eine nachhaltige, sinnvolle Nutzung natürlicher Ressourcen oder Reserven. Zusammen mit der Hege sichert sie in der Kulturlandschaft nicht nur die Lebensgrundlagen des Wildes, sondern aller freilebenden Tiere.

Eine gewissenhafte Jagd entnimmt vor allem den Überschuss, als auch die alten und kranken Tiere eines Bestandes, wobei letztere nicht als Wildbret-Lieferanten dienen. Sie gefährdet somit nicht den Fortbestand einer Wildart, sondern hält die Tierbestände gesund und liefert vielmehr schmackhafte Lebensmittel – das Wildbret.

https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png 0 0 Redakteur https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png Redakteur2017-09-14 09:01:072019-10-17 16:39:06Gehört Wild nicht in die Natur anstatt auf den Teller?

Was bedeutet es, wenn man von Jagddruck redet?

2. März 2017/von Redakteur

Was bedeutet es, wenn man von Jagddruck redet?

Wie und mit welcher Intensität gejagt wird, hat Einfluss und Auswirkung auf das Wild. Durch intensive Bejagung und weitere Störfaktoren im Revier (z. B. freilaufende Hunde, überbordende Freizeitaktivitäten abseits von Routen und Wegen oder auch Raubtiere) können Beunruhigungen entstehen und auf das Verhalten von Wild einwirken. Es kann mitunter vermehrt nachtaktiv werden, oder auch erhöhte Verbissschäden können auftreten. Eine genaue und bewusste Planung der Jagdmethoden, unter Einbindung aller Faktoren, ist demnach eine wichtige Grundlage für einen niedrigen Jagddruck in einem Revier, bei dennoch positiven Abschusszahlen.

https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png 0 0 Redakteur https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png Redakteur2017-03-02 09:23:392019-10-17 16:40:46Was bedeutet es, wenn man von Jagddruck redet?

Wie groß ist das Revier eines Jägers?

2. März 2017/von Redakteur

Wie groß ist das Revier eines Jägers?

In Österreich werden knapp 98 % der Fläche bejagt. Diese Fläche teilt sich in Eigenjagden (mind. 115 ha) und genossenschaftliche Jagdgebiete (im Bereich der Ortsgemeinde). Die Reviergrößen sind somit zwischen 115 und mehreren Tausend Hektar. In größeren Jagdgebieten jagen dann natürlich mehr Jäger.

https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png 0 0 Redakteur https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png Redakteur2017-03-02 09:16:542019-10-17 16:43:42Wie groß ist das Revier eines Jägers?

Was macht der Jäger noch im Revier außer Jagen?

2. März 2017/von Redakteur

Was macht der Jäger noch im Revier außer Jagen?

Die Jagd ist ein verantwortungsvolles und umfangreiches Handwerk. Zu den besonderen Aufgaben der Jägerschaft zählen viele Hege- und Pflegemaßnahmen. Viele Jäger setzen sich besonders aktiv im Naturschutz ein und übermitteln ihr Naturwissen auch bei pädagogischen Aktivitäten in Schulen.

Jäger helfen beim Erhalt eines artenreichen Tierbestandes. Die Natur ist stark durch den Menschen geprägt, sie ist eine Kulturlandschaft mit Landwirtschaft, Industrie, Siedlungen und Verkehr sowie zum Teil intensiver Freizeitnutzung. Für viele Tierarten ist dies eine enorme Belastung und sie werden zurückgedrängt. Jäger sorgen dafür, diese Lebensräume zu verbessern. Sie schaffen Ruhezonen und auch Brutplätze.

Auch wirtschaftliche Schäden (z. B.: Fraßschäden an Äckern) in der Landwirtschaft werden gezielt abgewendet. In Notzeiten ist der Jäger da, um Tiere artgerecht zu füttern.

Jährlich werden im Frühjahr durch groß angelegte Rettungsaktionen viele Kitze vor dem Mähtod bewahrt. Jäger helfen Tierseuchen zu vermeiden, wie Schweinepest oder Tollwut.

Und nicht zuletzt liefert der Jäger mit dem Wildbret ein erstklassiges, regionales und nachhaltiges Lebensmittel. Man bezeichnet diese Form des Naturschutzes auch mit „Schutz durch Nutzen“. Die Jagd als nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen wurde auch von der internationalen Naturschutzunion (IUCN) in mehreren Resolutionen bestätigt.

https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png 0 0 Redakteur https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png Redakteur2017-03-02 09:11:462019-10-17 16:44:28Was macht der Jäger noch im Revier außer Jagen?
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