• OÖ Landesjagdverband
  • Jagdmuseum Schloss Hohenbrunn
Fragen zur Jagd
  • Fragen zur Jagd
  • Blog „Aus dem Jagdleben“
  • Veranstaltungen
  • Jäger werden
  • Kontakt & Impressum
  • Menü Menü
Bruch am Hut

Tradition in Grün

20. Juli 2020/von Herbert Sieghartsleitner

Brauchtum und Jagd gehören untrennbar zusammen

Per Definition ist ein Brauch eine innerhalb einer Gemeinschaft entstandene, regelmäßig wiederkehrende, soziale Handlung von Menschen in festen, stark ritualisierten Formen. Bräuche sind Ausdruck der Tradition. Sie dienen ihrer Erhaltung und Weitergabe sowie dem inneren Zusammenhalt der Gruppe.

Über Sinn oder Unsinn von Tradition und Brauchtum lässt ich bekanntlich trefflich streiten. Die Geschichte zeigt jedoch: Überliefert und weitergegeben hat der Mensch stets, was für das gemeinsame Überleben wichtig war. Brauchtum und Tradition sind somit vor allem der notwendige Kitt einer funktionierenden Gesellschaft.

Untrennbar miteinander verbunden sind daher auch Jagd und Brauchtum. Seit jeher ist die Jagd mit Etikette und Traditionen verbunden. Unsere oberösterreichischen Jägerinnen und Jäger pflegen dieses Brauchtum und geben Hintergrundwissen sowie die Geschichte der Jagd an die nicht jagende Bevölkerung weiter.

Das jagdliche Brauchtum ist die Gesamtheit der ungeschriebenen Gesetze im Jagdwesen, sowohl praktisch, als auch ethischer Art, die sich die Jäger selbst gaben und die so alt sind wie die Jagd selbst. „Dieses Brauchtum unterliegt genauen Regeln und zum Teil einem genauen Zeremoniell, an dem mit mehr oder weniger großen Abweichungen noch heute festgehalten wird. In diesen Sitten und Gebräuchen spiegelt sich die Auffassung vom Weidwerk und Wild, vom Jagen und Hegen sowie der Ehrdarbietung wider“, erläutert Christopher Böck, Geschäftsführer des Oberösterreichischen Landesjagdverbandes.

Gelebte Jagd-Tradition lässt sich etwa an den Brüchen fest machen. Gemeint ist nicht der Jäger, der nach einem unachtsamen Schritt im Unterholz unfreiwillig die Flinte mit Krücke und Gips tauschen muss. Vielmehr bezeichnet man als „Bruch“ einen abgebrochenen, grünen Zweig, der z.B. nach dem Jagderfolg auf den Hut gesteckt oder etwa die Fluchtrichtung eines Tieres gekennzeichnet wird. Als Bruchzeichen verwendet man bestimmte Baumarten wie z. B. Fichte, Tanne, Eiche oder Erle.

Bruchzeichen haben ihren Sinn sowohl im jagdlichen Brauchtum als auch im praktischen Jagdbetrieb. Ursprünglich waren Brüche die Zeichensprache der Jäger. Sie sind so alt wie die Geschichte der Jagd. So verständigen sich die Jäger durch Bruchzeichen und schmücken sich, ihre Hunde und das erbeutete Wild mit Brüchen.

Auch der „Letzte Bissen“ ist ein Bruch, den die Jägerin oder der Jäger aus Ehrerweisung und Dank dem erlegten Wild in den Äser, also das Maul, gibt. Foto: OÖ Landesjagdverband

Schlagworte: Brauch, Brauchtum, Bruch, Gemeinschaft, Geschichte, Tradition
Eintrag teilen
  • Teilen auf Facebook
  • Teilen auf X
  • Teilen auf WhatsApp
  • Teilen auf Pinterest
  • Per E-Mail teilen
https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2018/10/Bruch_DSC01245.jpg 1944 2592 Herbert Sieghartsleitner https://www.fragen-zur-jagd.at/wp-content/uploads/2016/06/Logo.png Herbert Sieghartsleitner2020-07-20 16:04:012020-07-20 16:06:32Tradition in Grün
Das könnte Dich auch interessieren
Jagdmuseum Schloss Hohenbrunn Jagdmuseum Schloss Hohenbrunn – wieder geöffnet!
Tradition in Grün – Brauchtum und Jagd gehören untrennbar zusammen
Jagdmuseum Schloss Hohenbrunn Jagdmuseum Schloss Hohenbrunn – wieder geöffnet!
Die Pirsch wird weiblicher
Grün, grün, grün sind alle meine Kleider …
Foto: Ch.Böck Der Heilige Hubertus – Schutzpatron der Jägerschaft

Aus dem Jagdleben

Fragen-zur-Jagd ist ein Webblog mit Beiträgen rund um die Jagd, die Jägerinnen und Jäger des OÖ Landesjagdverbands, die Natur und die heimischen Wildtiere.

Sie suchen etwas bestimmtes?

Search Search

Aktuelle Beiträge

  • Eine Spur Gelassenheit! 12. Oktober 2023
  • Wir holen uns den Herbst ins Haus! 18. September 2023
  • Wildes Kinderessen 1. August 2023
  • Wir stehen zur Artenvielfalt und zum Artenschutz 21. Juli 2023
  • Urlaubszeit – Entspannt durch den Sommer mit Rücksichtnahme auf Natur und Wild! 18. Juli 2023

Ein Beitrag von
Herbert Sieghartsleitner

Mein Name ist Herbert Sieghartsleitner. Ich übe nun seit 36 Jahren die Jagd in meiner Heimatgemeinde Molln aus, bin seit 24 Jahren Jagdleiter der Genossenschaftsjagd dort, seit 2007 Bezirksjägermeister von ...
Weitere Beiträge von Herbert Sieghartsleitner
  • Eine Spur Gelassenheit!
    12. Oktober 2023
  • Grünes Herz
    18. Januar 2023
  • Stress lass nach!
    30. November 2022
Zeige alle Beiträge des Autors
OÖ Landesjagdverband
Hohenbrunn 1
4490 St. Florian

Tel.: +43 7224 20083
E-Mail:
  • Fragen zur Jagd
  • Blog „Aus dem Jagdleben“
  • Veranstaltungen
  • Jäger werden
  • Kontakt & Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Cookie-Einstellungen
OÖ Landesjagdverband
Jagdmuseum Schloss Hohenbrunn
Link to: Wildrezept: Kotelett vom Rehrücken an getrüffelter Cremepolenta Link to: Wildrezept: Kotelett vom Rehrücken an getrüffelter Cremepolenta Wildrezept: Kotelett vom Rehrücken an getrüffelter CremepolentaKotelette vom Rehrücken_S. GründlingLink to: Wenn der Bock einfach Bock hat: Liebesrausch im Wald Link to: Wenn der Bock einfach Bock hat: Liebesrausch im Wald Wenn der Bock einfach Bock hat: Liebesrausch im Wald
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen