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Blogbeitrag Wintersportler mit Schneeschuhe zu Fütterung

Wintersportler

25. Januar 2017/von Klaus Schachenhofer

Rücksichtsvoll durch die verschneite Natur

Endlich ist der langersehnte Winter ins Land eingekehrt und hat unsere schöne oberösterreichische Landschaft mit einer dicken, weißen Hülle überzogen. Nachdem die Festtage auch bei mir deutlich, sichtbare Nachwirkungen zeigen, bin auch ich höchsterfreut, wenn ich mir im Rahmen meiner jagdlichen Verpflichtungen bei der Revierbetreuung die „Buglkraxn“ und die Schneeschuhe anschnallen darf, um meine Rehe zu füttern.

Aus eben diesem Grund verstehe ich auch, warum es heutzutage immer mehr Menschen hinaus in die tiefverschneite Natur treibt. Oft ist es ihnen aber nicht bewusst, dass sie somit intensiv in den Lebensraum unserer heimischen Wildtiere eindringen. Die stark, unkontrollierte Landnutzung von Freizeitsportlern wie Skitourengeher, Schneeschuhwanderer oder Langläufer stresst und scheucht die Wildtiere oft unnötig auf.

 

Das heimische Wild im Winter

Blogbeitrag Wintersportler FütterungUnsere Wildtiere versuchen bei viel Schnee und tiefen Temperaturen so viel wie möglich Energie zu sparen. Rotwild kann zum Beispiel aus diesen Gründen täglich für einige Stunden in eine temporäre Kältestarre fallen. Zusätzlich lassen sich Wildtiere oft bewusst einschneien, da Schnee ein guter Isolator gegen Wind und Kälte ist. Bei Störungen, die von unüberlegten Freizeitnutzern verursacht werden, müssen sie in diesen Phasen innerhalb weniger Sekunden von einem Spar- in einem Vollbetrieb wechseln. Dementsprechend hoch ist dann der jeweilige Energieverbrauch der für das Flüchten, Verstecken und das darauffolgende Absenken der eigenen Herz- und Atemfrequenz aufgewandt werden muss. Zusätzlich können im Gebirgsraum flüchtende Wildtiere auch Lawinen auslösen. Um diese Energiereserven wieder aufzufüllen braucht es vermehrt Nahrung, die teilweise sehr knapp ist oder aus wertvollen Jungpflanzen besteht. Häufige Störungen können einen Herzstillstand verursachen und daher bis zum Tod führen.

 

Ein Miteinander in der weißen Winterpracht

Tiefverschneite Winterlandschaften locken immer mehr Freizeitnutzer: sei es als Skitourengeher, Schneeschuhwanderer oder auch als Jäger, es gibt zahlreiche Möglichkeiten die Natur für sich zu entdecken, daher ist ein harmonisches Miteinander sehr wichtig.

 

  • Planen Sie Ihre Skitour und Schneeschuhwanderung nur auf den markierten Wegen.
  • Beachten Sie Markierungen und Hinweistafeln des Jagd- und Forstpersonals.
  • Umfahren bzw. umgehen Sie Winterfütterungen großräumig und vermeiden Sie unnötigen Lärm.
  • Beobachten Sie Wildtiere nur aus der Distanz.
  • Befahren und betreten Sie Hänge oberhalb der Waldgrenze nicht ganzflächig, auch hier liegen Ruhe- und Rückzugsgebiete für Wildtiere.
  • Halten Sie ebenfalls Abstand von kleinen Baumgruppen, auch hier kann sich ein Tier verstecken.
  • Befahren und betreten von Forstflächen, deren Bäume kleiner als drei Meter sind, ist nicht erlaubt.

 

Wenn man den gemeinsamen Lebensraum nutzen will, muss man im Sinne unserer heimischen Wildtiere bewusst etwas Rücksichtnahme in seinem persönlichen Handeln walten lassen – ganz unter dem Motto: „RespekTIERE deine Grenzen“.

 

Mehr zum Thema finden Sie auf der Internetseite des OÖ Landesjagdverbandes unter http://www.ooeljv.at/medien/artikel-fur-regionalzeitungen/winterliche-freitzeitaktivitaten-und-wildtiere/

Schlagworte: Jagd, Langlauf, Miteinander, Regeln, Schneeschuhwandern, Sport, Wald, Wildtiere, Winter
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